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„Frauen“-Kopfschmerzen und –Migräne (Blutmangel) (7. Dezember 2019)

Vor allem junge Frauen leiden oft an Kopfschmerzen bis hin zu starker Migräne. Warum ist das aber so?
Aus chinesischer Sicht liegt die Erklärung häufig an einem „Blutmangel“. Dazu neigen Frauen eher wie Männer, was mitunter durch die monatliche Periodenblutung bedingt ist. Außerdem ernähren Sie sich oft fleischärmer oder generell zu mangelhaft (zu „kalt“ und/oder zu wenig).

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Es sind vor allem sehr schlanke und sportliche Frauen betroffen. Auch ein hektischer und stressiger Alltag wirkt sich negativ aufs Blut aus. Ein Blutmangel kann über das Blutbild (Eisenwert!) festgestellt werden. Aber auch, wenn das Blutbild kein Hinweis darauf liefert, gibt es aus Sicht der chinesischen Medizin eine Reihe von körperlichen „Blutmangel-Symptomen“:

Blutmangel-Symptome können sein:
- Leichte Kopfschmerzen bis hin zu starken Migräneattacken (oft hinter den Augen, oder im Stirnbereich, und in Verbindung mit Nackenverspannungen), evtl. mit Übelkeit und Erbrechen
- Müdigkeit, Gesichtsblässe, Schwindel, niedriger Blutdruck
- Kälteempfindlichkeit, Kalte Hände und Füße
- Verlängerter Menstruationszyklus oder spärliche Blutung bzw. Ausbleiben der Blutung
- Taubheitsgefühle oder auch Muskelverspannungen (oft im Nackenbereich)
- Brüchige Nägel, trockene Haut (Unterschenkel, Hände…) und Schleimhäute (trockener Rachen, Darm, Vagina,…..), Haarausfall
- Verdauungsbeschwerden (Verstopfung oder auch Durchfall bei Milz-Qi-Mangel)
- gemindertes Selbstwertgefühl
- innerliche Unruhe, Einschlafstörungen

Das Vorliegen einiger o.g. Symptome und das entsprechende Zungen- und Pulsbild (s. Reiter „Diagnose“) bestätigen die Diagnose „Blutmangel“.

Behandlung:
In der chinesischen Medizin liegt die Behandlungsstrategie im „Auffüllen des Blutes“ und Regulierung des Organsystems!

Nadelung bestimmter Akupunkturpunkte der Leitbahnen Leber, Gallenblase, Milz und Magen

- Ernährungsberatung, evtl. Gabe von chinesischen Kräutermischungen
- evtl. Schröpfkopftherapie oder Massage (bei Nackenverspannungen)

Das Ziel ist die Häufigkeit der Kopfschmerzanfälle und auch die Intensität des Schmerzes zur verringern. Mit den o.g. Behandlungsstrategien lassen sich gute Erfolge erzielen, ganz ohne Nebenwirkungen.

Wenn Sie Fragen haben oder ein Beratungsgespräch wünschen, kontaktieren Sie mich!

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Mit grünem Schwung nach oben - Bärlauchenergie (19. April 2018)

Der Frühling wird der Leberzeit zugeordnet und die grünen Blätter des Bärlauchs spriessen überall. Der Bärlauch lässt unsere Leberenergie frei fließen und gibt uns die nötige Kraft, um unseren Tatendrang und unserer Ziele leichter verfolgen zu können. Er gehört zusammen mit Zwiebel, Lauch und Schnittlauch zur Gattung der Lauchgewächse. Diese Pflanzenfamilie zeichnen sich in der Klassifikation der TCM durch ähnliche Wirkungen auf unser inneres Gleichgewicht aus. Was sie alle vereint sind im Großen und Ganzen drei Eigenschaften.

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Sie wärmen, sie sind scharf und wirken daher zerstreuend und sie lösen Schleim. Aufgrund der wärmenden Eigenschaft sollten daher hitzige Gemüter auf den Bärlauch verzichten. Zu viel Yang kann nach oben wandern und zu Kopfschmerzen führen.
Bärlauch kann die Ausscheidung von Schwermetallen über die Nieren anregen. Er sollte daher nur Anwendung finden, wenn keine Zahnfüllungen aus Amalgam mehr bestehen. Denn dadurch kann sich Quecksilber lösen und zu starken Beschwerden wie Kopfschmerzen/Migräne führen.
Außerdem gilt Bärlauch als ein wichtiges Mittel zur Blutreinigung und zum Blutaufbau, da er viel Eisen enthält. Er sollte jedoch nicht in übermäßigen Mengen verzehrt werden, da sonst das Yin/Yang Gleichgewicht gestört wird. Dies äußert sich mit einem großen Durstgefühl nach Wasser (=Yin).
Die Aussage „Bärlauch bzw. Knoblauch wirken sich günstig bei erhöhtem Cholesterin und Arteriosklerose aus und senken den Blutdruck“ muss nach der Logik der TCM etwas genauer hinterfragt werden. Liegen den Beschwerden nämlich eine Leber-Qi-Stagnation oder die Ansammlung von Schleim zu Grunde, so kann der Knoblauch ohne weiteres eingesetzt werden. Gibt es aber starke Anzeichen für ein Übermaß von Yang (Leber-Feuer) oder für durch Yin-Leere bedingte Leere-Hitze, so ist der Bärlauch/Knoblauch nicht die richtige Wahl und kann die Ungleichgewichte über einen längere Zeit hinweg sogar verstärken.

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Schwangerschaftsübelkeit - Viele Schwangere kennen dies! (14. Januar 2018)

Diese Übelkeit oder Flauheit im Magen ist häufig mit Schwindel, Appetitlosigkeit, Geruchsempfindlichkeit oder Erbrechen begleitet und verschwindet nach der 12ten Schwangerschaftswoche wieder. Für manche Frauen bedeuten  diese Wochen eine starke Einschränkung der Lebensqualität.
Was sagt die chinesische Medizin dazu?
Aus deren Sicht gelangt bei diesem Beschwerdebild das Magen-Qi in die falsche Richtung, nämlich nach oben anstatt nach unten.

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Folgende zwei Hauptgründe/Ursachen sind verantwortlich dafür:

1. Schwaches Milz- und Magen Qi

2. Leber-Yang greift den Magen an

In diesem zweiten Fall resultiert häufig eine Hitze im Magen, was zu bitterem Mundgeschmack am Morgen, Zahnfleischbluten, Zahnfleischentzündungen und evtl. Sodbrennen führen kann.

Darauf kannst du achten:
Bekämpfe die Ursache und ihre Symptome mit einem geeigneten Ernährungsplan!
- Verzichte auf alle scharfen und heißen Nahrungsmittel. Das sind v.a. scharfe Gewürze, Knoblauch, Zwiebeln und Lauch.

- Außerdem solltest du auf Kaffee und Schwarztee verzichten. Diese Getränke wirken ebenfalls erhitzend und können den Magen reizen.

- Verwende „Kuzu“ - Ein traditionelles Bindemittel, welches in der chinesischen Medizin als „Magenschmeichler“ sehr bekannt ist-. Es hat eine leicht kühlende Wirkung und senkt das Yang des Magens ab. Außerdem kleidet seine schleimige Konsistenz den gesamten Magen-Darm-Trakt aus und fördert den Aufbau von Schleimhäuten.
Rezept: Erhitze eine große Tasse Birnensaft. Rühre einen Teelöffel Kuzu mit etwas kaltem Birnensaft zu einer sämigen Masse an. Füge das angerührte Kuzu unter Rühren in den heißen Birnensaft und lasse den Saft kurz aufkochen, damit eine dickflüssige Konsistenz entsteht. Trinke den Brei gleich morgens auf nüchternem Magen oder wann immer deine Übelkeit aufkommt.

- Im ersten Fall (schwaches Milz und Magen-Qi) solltest du eine „Milzfreundliche“ Ernährung wählen. (siehe Artikel vom 26.5.2017)
V.a. Suppen sind gut verdaulich und eine Wohltat für deinen Magen. Am besten geeignet ist eine Kartoffel- , Karotten- oder Kürbissuppe.
Neben einer falschen Ernährung solltest du alles meiden was dich schwächt: Dazu gehört eine übermäßige körperliche oder geistige Überanstrengung, Grübeln oder Sorgen machen, Kälte und Feuchtigkeit von außen.

- Im zweiten Fall (Leber-Yang verursacht Magen-Hitze) sollte auf alle heißen Nahrungsmittel verzichtet werden, um die vorliegende Hitze nicht noch mehr zu fördern. Greife deshalb lieber zu kühlen und erfrischenden Lebensmitteln.

Beispiele:
Frühstück: - Hirsebrei oder Reis (Rundkornreis) mit gedünstetem Apfel oder Birne. Dazu etwas Joghurt oder Dickmilch. Gerne kann auch mit etwas Birnendicksaft nachgesüßt werden.
- Brot aus feingemahlenem Weizen mit Avocado und Tomate
Gemüse:
Nachtschattengewächse wie Tomaten, Auberginen, Kartoffel, Chinakohl, gedünstete Salatgurken, gedünstete Sojasprossen, gedämpfter Chicoree
Getränke: Maisbarttee, Hibiskustee, Malventee, Brennesseltee, Pfefferminztee, Weizentee

Viel Freude beim Ausprobieren und Zubereiten!

Alles Gute für deine Gesundheit! Liebe Grüße, Sandra

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Schwangerschaftsdepression - Nicht jede werdende Mutter kann die Zeit nach der Geburt genießen (12. Dezember 2017)

Wenn sich die Vorfreude mit tiefer Traurigkeit mischt, dann kann es sein, dass man an einer Schwangerschaftsdepression leidet.

Wie kommt es dazu und wer ist betroffen?
Aus chinesischer Sicht handelt es sich bei einer Schwangerschaftsdepression häufig um einen „Blutmangel“ !!!!

- Frauen geben während der Schwangerschaft und der Stillzeit sehr viel Blut für die Entwicklung des Kindes her.

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- Zudem verlieren sie bei der Geburt oft viel Blut.
- Nach der Geburt leiden sie häufig unter einem chronischen Schlafmangel -> ungenügender Schlaf stört die Blutbildung!
Haben Frauen von ihrer Konstitution bereits einen leichten oder starken Blutmangel (Zeichen dafür siehe unten), so kann sich das Beschwerdebild zu einem ausgeprägten Herz-Blutmangel verstärken. Folglich ist eine Schwangerschaftsdepression möglich.

Aus chinesischer Sicht steckt also häufig ein Blutmangel hinter einer Schwangerschaftsdepression. Die „Leber“ speichert das Blut und das „Herz“ ist auf ausreichend Blut angewiesen, damit der Geist ruhig ist und es die Blutzirkulation gewährleisten kann. Da der Funktionskreis „Herz“ diesen starken Zusammenhang mit dem Blut hat, kann es bei einer SS-Depression zu einem typischen Beschwerdebild einer „Herz-Blutleere“ kommen.

Symptome einer Schwangerschaftsdepression sind:

(Herz-)Blut-oder Yin-Mangel:
- Palpitationen (also das spontane Wahrnehmen des Herzschlags), v.a. in ruhigen Momenten vor dem Einschlafen oder nach dem Erwachen
- Gefühl der inneren Unruhe und Rastlosigkeit, Angst oder Beklemmung
- Lebhafte Träume, der Schlaf fällt schwerer. Typisch sind Einschlafstörungen: das Gedankenkarusell dreht sich auch im Bett immer weiter und die Person hat das Gefühl, sie könne den Kopf nicht ausschalten, um endlich zur Ruhe zu kommen.

Allgemeine Blut- und Qi-Mangel-Symptome:
- Die unzureichende Blutzirkulation führt zur Blässe des Gesichts oder kalte Hände, aber auch Schwindel.
- Die Produktion der Muttermilch wird eingestellt, da der Körper keine Reserven mehr hat. Aus chinesischer Sicht wird die Muttermilch dem Blut gleich gestellt.
- Der Qi Mangel zeigt sich in großer Niedergeschlagenheit, Weinerlichkeit und fehlende Freunde über das Baby.

Beeinträchtigung des Geistes: Wenn die Leere des Blutes überwiegt, so kann die betroffene Person sehr zerstreut sein, oft geistig abwesend oder vergesslich. Auch eine starke Schreckhaftigkeit ist typisch für dieses Muster. Die Person weiss oft nicht mehr was sie gerade eben noch sagen oder tun wollte und verliert mitten in einem Gespräch den Faden.
Oder:
- Möglicherweise kann ein Blutmangel aber auch die Symptome einer relativen Yang-Fülle (Herz-Hitze) zeigen: Es kommt zu einer Beschleunigung und Unruhe am ehesten in ruhigen Momenten, besonders abends und typischerweise vor dem Einschlafen. Der Betroffene spricht hastig oder mit starker gefühlsmäßiger Betonung und gestikuliert dabei viel. Das Bedürfnis, sich mitzuteilen und auszudrücken verstummt auch dann nicht, wenn niemand zuhört, weshalb es auch zu Selbstgesprächen kommt. Vor allem bei Aufregung, verhaspelt oder stottert der Betroffene.
Die Person emotional labil, reagiert gefühlsmäßig besonders schnell und stark, oft in übertriebener Weise. Sie wirkt dann besonders sensibel, dünnhäutig, aufgekratzt, sie weint und lacht häufig, auch über relativ unbedeutende Dinge.

Welche Frauen sind für eine Schwangerschaftsdepression anfällig?
Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft einen (Leber)-Blutmangel, mit den folgenden typischen Symptomen, hatten:

- Die Gesichtsfarbe ist blass oder fahl.
- Palpitationen (also das spontane Wahrnehmen des Herzschlags), v.a. in ruhigen Momenten vor dem Einschlafen oder nach dem Erwachen
- Gefühl der inneren Unruhe und Rastlosigkeit, Angst oder Beklemmung
- Generelle Müdigkeit und Erschöpfung
- Haarausfall, trockene Haut oder brüchige Nägel
- Frauen haben eine schwache oder sogar ausbleibende Menstruationsblutung, bzw. ist der Zyklus verlängert. Schmerzen in den ersten zwei Periodentagen.
- Migräne (häufig beim Eintreten der Menstruationsblutung)
- Die Augen sind eher trocken und sie sehen nachts schlecht.
- Schlafstörungen (evtl. mit Alpträumen) auf
- Es besteht eine Neigung zur Verstopfung (oder auch Durchfall, wenn der Milz-Qi-Mangel überwiegt).
- Im Blutbild kann sich eine Anämie oder ein Eisenmangel zeigen.
- Der Puls ist dünn/schwach und die Zunge zeigt sich blass

Wie kannst du einer Schwangerschaftsdepression vorbeugen bzw. entgegenwirken?
Akupunktur unterstützt deinen Körper wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
Achte auf eine ausreichende und blutbildende Ernährung während und nach der Schwangerschaft! (s. Artikel: Ernährungstipps bei Blutmangel)
Besonders empfehlenswert eine Hühnerbrühe!
In China gibt es ein altbewährtes Rezept für diese Suppe, die jeder Frau als erstes Getränk nach der Geburt verabreicht wird, damit so schnell wie möglich Blut und Qi ergänzt werden. Am besten bereitet der Partner oder eine Freundin die Suppe zu, wenn sich anzeigt, dass die Geburt in Bälde beginnt:
Ein frisches Huhn einige Möhren und eine Handvoll Petersilie in 2-3 Liter Wasser drei bis vier Stunden köcheln lassen. Abseihen, kühlstellen und evtl. übermäßiges Fett abschöpfen. Ab der Geburt kannst du einige Wochen lang zwei bis drei Tassen Suppe täglich trinken. Auch während der ganzen Stillzeit kann jede Woche oder alle vierzehn Tage eine Brühe aus Huhn oder Rindfleisch zubereitet werden, von der du dann drei bis vier Tage lang zwei bis drei Tassen täglich trinkst.

Mit diesen Tipps kannst du einiges verhindern! Ich wünsche somit allen Muttis eine gute Zeit und stehe für Unterstützung und Hilfe gerne zur Seite. Liebe Grüße! Sandra

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Der kalte Winter ist da! Jetzt beginnt die Zeit der Erkältungen..... Das muss nicht sein! (Yang-Mangel) (6. Dezember 2017)

Gehörst du zu den Menschen, die ständig frieren, sich müde und erschöpft fühlen und einen Infekt nach dem anderen aufschnappen?
Ich möchte euch einige Tipps geben, wie ihr eine Erkältung vorbeugen und behandeln könnt!!!!!

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Aus chinesischer Sicht dringt bei einer klassischen Erkältung äußere Kälte in unseren Körper ein.

Im Anfangsstadium verursacht dies Symptome wie,
- Schüttelfrost oder auch leichtes Fieber
- Nicht Schwitzen können
- Kopfschmerzen
- Gliederschmerzen
- Nasenlaufen, mit weisslichem Schleim
- Husten
- Appetitlosigkeit, Übelkeit
- Blasses Gesicht

Schützen können wir uns, indem wir uns angemessen kleiden, warme Schuhe, Mütze, Schal, etc. oder warme Fussbäder mit Wacholder oder Ingwer einnehmen.

Aber das reicht oft nicht aus, denn ein wichtiger Punkt ist auch die richtige Ernährung. Wenn wir unseren Körper von innen wärmen, ist er weniger Kälteempfindlich und Erkältungsanfällig. Das gelingt uns durch „warme“ Speisen und Getränke:

Zur Erkältungs-Vorbeugung ist besonders ein Ingwer-Süßholzwurzel-Tee zu empfehlen! (Ingwer wärmt und Süßholz nährt und stärkt gleichzeitig unsere Mitte (unseren Verdauungstrakt)).
Generell sind im Winter warme Getränke sind zu bevorzugen. Trinke öfters mal eine Tasse Tee anstatt zu kalten Getränken zu greifen! Vorallem Teesorten wie, Fenchel-Anis-Kümmel, Chai-Tees oder einige Yogi-Tees wirken wärmend auf unseren Körper. Aber auch Weihnachtsgewürze wie Zimt, Kardamon, Nelken und Piment haben diesen Effekt und passen perfekt in einem Früchtepunsch oder eine heißen Schokolade.
Koche öfters mal mit Thymian, Rosmarin, Knoblauch, Curry etc. Fast alle Gewürze und Kräuter haben nämlich eine wärmende Eigenschaft.
Der Hauptteil unserer Ernährung sollte gekocht, geschmort oder gebraten sein und auch energetisch „warm“ * sein. „Warme“ Nahrungsmittel sind z.B. Gemüse, welche bei uns im Winter auch Saison haben. Dazu gehören v. a. Lagergemüse wie, Kartoffeln, Kürbis, Kraut, Wirsing, rote Beete, Karotten etc.

* Was bedeutet energetisch kalt oder warm?
Je nachdem welche Wirkung unsere Lebensmittel auf unseren Körper haben, werden sie in kalt, neutral, warm bis heiß eingestuft.
So gibt es zum Beispiel Lebensmittel mit kaltem Charakter, die uns bei Hitze kühlen. Die Natur liefert uns diese Obst- und Gemüsesorten in der Sommersaison. Dazu gehören, z.B. Wassermelonen, Zitrusfrüchte, Tomaten, Gurken etc.
Die Lebensmittel verändern ihre Wirkungseigenschaften durch einen Erhitzungsvorgang nicht wesentlich. So sind z.B. rohe Tomaten „kalt“ und eine heisse Tomatensuppe „kalt-neutral“.

„Warme“ Lebensmittel haben in der kalten Jahreszeit Saison und sollten auch dann gegessen werden. Wenn man diese Lebensmittel durch Zubereitungsformen wie besonders langes Schmoren oder kochen, erhitzt, liefern sie am allermeisten Wärme.

Sehr empfehlenswert ist die altbewährte Kraftbrühe. Mit Rinderknochen oder Suppenhuhn selbst zubereitet und mind. 3 Stunden gekocht - Kaum ein anderes Nahrungsmittel hat so viel positive Eigenschaften wie diese Brühe: Sie kräftigt unsere Essenz (Lebensenergie), baut Blut auf und liefert zusätzlich viel Yang-Energie (Wärme). Die Suppe eignet sich vorbeugend, aber auch nach einer auszehrenden Krankheit oder einer Geburt zur Stärkung des Körperlichen Zustands.
Esse auch ab und zu richtig deftig, mit rotem Fleisch oder Geflügel. Das wirkt ähnlich wie eine Kraftbrühe, liefert innere Wärme und wirkt Müdigkeit entgegen. Typische Wintergerichte sind z.B. Hähnchenschenkel mit Schmorgemüse aus dem Ofen, Gulaschsuppe, Rinderrouladen oder ein Sauerbraten.
Frühstücke warm! (Vorschläge findest du auf meinem vorherigen Artikel)

Auf was sollte verzichtet werden?
- Zu viel Rohkost!
Einen großen Salatteller solltest du lieber im Sommer essen, wenn dein Körper eine Erfrischung benötigt. Und auch zu viel rohes Obst ist tabu. Statt rohe Äpfel zu essen, bereite dir lieber mal ein Kompott mit Nelke und Zimt zu.
- „Kalte“ Lebensmittel
Esse nur was Saison hat und energisch „warm“ * ist! Also Finger weg von Südfrüchten, wie Bananen, Mandarinen und Zitronen etc. Sie haben im Winter bei uns in Deutschland keine Saison, auch wenn man sie überall zu kaufen bekommt. Auf Dauer schwächen Sie unser Immunsystem und machen uns anfällig für Kälte. Wer würde denn andersrum im Sommer eine Tasse Glühwein zur Abkühlung trinken?!
Auch die häufig empfohlenen Erkältungstees mit Zitrone und Vit. C sind bei einer Erkältung nicht sinnvoll.
- Milchprodukte, wie Joghurt, Quark und Milch
Milchprodukte sind abkühlend und sollten daher wenn dann nur erwärmt gegessen werden.
Zudem fördern Sie die Feuchtigkeits- und Schleimbildung und sollten bei einer Erkältung mit Verschleimung komplett weggelassen werden, da sie diese noch verschlimmern würden.

Zusätzlich hilft auch Akupunktur und Moxibustion, um den Körper von äußeren Einflüssen zu stärken!

Was tun, wenn einen die Erkältung doch erwischt hat?

Erkältung

Symptome s. o.

Das Kälte-Pathogen sollte durch schweisstreibende Tees wie Ingwer, Holunder- oder Lindenblüten ausgeleitet werden. Auch ein Erkältungsbad ist empfehlenswert.

Husten mit leicht aushustbarem, weisslich – nicht gelblichem Auswurf: (Nässe-Kälte ist eingedrungen)
Fein ist ein Saft aus schwarzem Rettich mit Honig: der Rettich wird ausgehöhlt und mit Honig gefüllt und rinnt durch eine ganz kleine Öffnung unten durch in ein Glas. Dauert ein paar Stunden.
Oder ein Tee aus der getrockneten Schale einer Mandarine (kannst du selbst aus Bio-Mandarinen herstellen) hilft auch sehr gut.
Du kannst die Mandarinenschale auch mit Thymian zu einem Tee zubereiten.
Verzichte auf schleimbildende Nahrungsmittel wie Süßigkeiten, Milchprodukte oder Banane.

Eine Erkältung ist von einem grippalen Infekt zu unterscheiden!!!!!!!!!

Grippe

Symptome:

Halsschmerzen
Fieber, dass sehr schnell hoch steigen kann
Husten mit zähem oder gelbem Auswurf
Schüttelfrost
Gliederschmerzen
Kopfschmerzen
Nackenschmerzen
Heisse Körperoberfläche
Rote Augen
Trockene, rote Lippen
Durst
Unruhe

Da bei einer Grippe vorwiegend Hitze-Symptome vorliegen, ist eine andere Behandlung sinnvoll. Es sollten erhitzende Nahrungsmittel vermieden, damit unser Körper nicht zusätzlich mit erhitzenden Nahrungsmitteln strapaziert wird.

Anstatt Ingwertee, Hühnersuppe und Suppen allgemein, trinke lieber Pfefferminztee! Dieser wirkt kühlend, aber kühlt den Körper nicht zu sehr aus.

Mit verfestigtem Schleim und gelblichem Schleim, schwer aushustbar und Neigung zu trockenem Reizhusten und kratziger Hals: (Hitze/Trockenheit)
Du solltest deinen Hals befeuchten: Birnensaft, Birnenkompott, ein Tee aus Lungenkraut, Königskerze, Isländisch Moos oder Eibischwurzel kann gut helfen. Was ich auch immer gerne empfehle ist Eibischtee oder Eibischteig aus der Apotheke oder vom dm.
(Zubereitung Eibischtee: Eibischtee mit kaltem Wasser übergießen, 3 – 8 Stunden ansetzen, Die schleimige Flüssigkeit anwärmen, Nicht zu heiß trinken)

Auf was du verzichten solltest?
Du solltest während einer Grippe komplett tierisches Eiweiß meiden. Am besten für rund 10 Tag. Die Erreger könnten dadurch noch tiefer in den Körper eindringen und die Grippe verlängern oder verschlimmern. 
Tabu sind also Fleisch, Wurst, Fisch, Milch, Käse, Joghurt, Topfen, Sahne und Butter.
Außerdem solltest du während einer Erkältung auf Fettiges, Frittiertes, Gebratenes und Schweres verzichten. Aber da du sowieso keinen Appetit hast während einer Grippe, wird dir nach solchen Speisen sicherlich nicht der Sinn stehen.

Gerne unterstütze ich dich auch mit einer Akupunkturbehandlung, damit du schneller wieder auf die Füße kommst. 
Ich wünsche allen gute Gesundheit und eine erkältungsfreie Weihnachtszeit!!!!!!

Liebe Grüße

Sandra

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Schnelle und einfache Rezepte zur Stärkung ihrer Verdauung (bei Milz-Qi-Mangel) (16. Juni 2017)

Es gibt meisten keine andere Maßnahme in der Umstellung der Ernährung, die eine so positive Wirkung zeigt wie die Einführung eines warmen Frühstücks.
Morgens brauchen wir besonders viel Qi, um aktiv in den Tag zu starten. Was in weiten Teilen der Welt heute noch gang und gäbe ist, wird bei uns im Westen häufig sehr vernachlässigt: ein warmes, gekochtes Frühstück mit Getreide oder Hülsenfrüchten, Eiern oder Fleisch.

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Sie finden hier schnelle und einfache Frühstücksrezepte und weitere Ideen für „milzstärkende“ Mahlzeiten:

- süße Polenta mit Pfirsichen
- Hirsebrei mit gedünstetem Obst
- Hirse mit Ei
- Rührei mit Rucola und Kräuter
- getoastetes Brot mit Linsenaufstrich
- Porrege (Haferschleim) mit Nüssen und Zimt
- Reis in Gemüsebrühe
- Scheibe Dinkelbrot mit gekochtem Ei und Ziegenkäse

Rezept: Süße Polenta mit Pfirsichen

Polenta, Butter, Ahornsirup, Zimt, Kardamon, Salz, Zitrone, Datteln, Apfel- oder Aprikosensaft, vollreife Pfirsiche, Nüsse

½ l Wasser erhitzen, 125 gr Polenta mit einem Schneebesen einrühren, mit einem Holzlöffel 10 Min. weiterrühren und 10 Min. bei kleiner Flamme ausquellen lassen.
Dann folgende Zutaten dazu geben: 1 EL Ahornsirup, eine Prise Zimt, etwas Kardamonpulver, eine kleine Prise Salz und einige Tropfen Zitronensaft dazugeben und verrühren.
Separat in einem heißen Topf 3 Datteln in etwas Apfel- oder Aprikosensaft einige Minuten köcheln. 1-2 vollreife Pfirsiche klein geschnitten dazugeben und weitergaren bis der Saft austritt und die Pfirsiche weich sind.
Brei und Kompott anrichten und mit gerösteten Nüssen bestreuen. Fertig!

Rezept: Porrege mit Erdmandeln und Erdbeeren

Feine Haferflocken, Erdmandeln, Zimt, Salz, Datteln, Erdbeeren oder anderes Obst, Pinienkerne oder Nüsse

½ l Wasser erhitzen, 5 EL feine Haferflocken und 2 EL Erdmandeln einrühren und aufkochen lassen. Dann die kleingeschnittenen Datteln, etwas Zimt und eine Prise Salz dazu geben und etwa 10 Min. zu einem Brei einköcheln lassen.
Erdbeeren klein schneiden und den heissen Brei über die Erdbeeren geben, damit diese noch etwas mitdünsten können. Fertig!

Rezept: Rührei mit Rucola und Kräuter

Butter, Ingwer, 2 Eier, Pfeffer, Koriander, Salz, Petersilie, frische Kräuter wie Rucola und Oregano

In einer heissen Pfanne 1 TL Butter zum schmelzen bringen und etwas kein geschnittener Ingwer kurz mit anbraten. 2 Eier aufschlagen und einrühren. Mit wenig Pfeffer, etwas Koriander, einer Prise Salz, Petersilie, Rucola und Oregano würzen und so lange braten bis das Ei stockt, aber noch saftig ist.
Dazu passt Hirse, Polenta oder getoastetes Brot.

Herzhafte Gerichte für Mittags und Abends:
- gekochter Tafelspitz mit frischem Meerettich und gekochten Kartoffeln
- Linsensalat mit Tomaten
- gekochter Gemüsesalat (z.B. Karotten, Brokkoli, grüne Bohnen)
- Tofuschnitten mit Haselnüssen und Zucchini- oder Spinatgemüse
- Seelachs mit gedünsteten Karotten
- Brotsalat mit Tomaten und Basilikum
- Stangensellerie auf schwarzen Bohnen
- Rattatoile oder Rindergulasch
- Pellkartoffeln mit Heringsalat
- Kartoffelsalat mit Steak
- Spargel mit Kartoffeln und brauner Butter
- Gemüsesuppe (Grünkern mit Gemüse, Karotten, Spargel, Kartoffel-Basilikum, Tomate)
- gedünstetes Gemüse mit mediterranen Kräuter, dazu Dinkelnudeln
- Hirsebrei (mit Gemüsebrühe gekocht) und mediterranem Gemüse
- getoastete Brotscheibe mit Linsendipp
- Kabeljau in Meerettischsoße und Kartoffeln
- Butterbrot mit Rührei und Kräutern

Viel Spass beim Nachkochen! Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken :-)

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5 Ernährungstipps für den Sommer! (05. Juni 2017)

Wenn Sie sich an diese Empfehlungen halten, können Sie sich und ihrem Körper was Gutes tun. 
Auch wenn es momentan nicht so nach Sommer ausschaut, kommt bald wieder die Zeit, in der man man sich beim Baden am See gerne ein erfrischendes Eis schmecken lässt oder sich ein kühles Radler im Biergarten gönnt. Auch ausgiebiges Grillen mit viel Fleisch und ein paar Bierlein ist an langen Sommerabenden bei vielen Menschen sehr beliebt. 
Was empfiehlt die chinesische Ernährungslehre für die heißen Sommermonate?

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Die Ernährung sollte auf die Natur ausgerichtet sein und zu der Jahreszeit passen. Bei der Nahrungsaufnahme haben die Geschmacksrichtungen und thermischen Qualitäten Einfluss auf unseren Körper (sowie auch Psyche) und können daher unsere Gesundheit direkt beeinflussen. 
In den nachfolgenden 5 Tipps erfahren Sie die positiven Wirkungen von Lebensmittel auf unseren Körper und was Sie lieber meiden sollten. Sie werden schon bald spüren, wie gut es Ihnen tut.

1. Essen Sie immer was Saison hat! Im Sommer wachsen vor allem süße und rote Früchte, wie Marillen, Beeren, Kirschen, Erdbeeren etc. Die Natur liefert uns das, was wir in der entsprechenden Jahreszeit benötigen…. Ist es draussen heiß (also dominiert das Yang), bieten sich kalte und kühlende Lebensmittel (=Yin) an, wie z.B. Tomaten, Gurken, Zuchhini und Blattsalate.
Sie können also durchaus auch mal ein Eis schlecken oder ein kühles Radler genießen. Achten Sie nur darauf, dass ihr Körper (und vorallem ihr Bauch) nicht zu stark abkühlt, da sonst ihre Verdauung darunter leidet. Früher oder später kommt es dann zu diversen Beschwerden, wie z.B. Durchfall, Infekten etc.

2. Besonders geeignet sind leicht kühlende Getränke, wie Pfefferminz-, Salbei-, oder grüner Tee. Bei starkem Schwitzen ist auch ein sprudliges Wasser mit einem Schuss Zitrone oder ein Apfelsaftschorle angebracht, da die enthaltene Säure (wirkt nach innen ziehend) die Flüssigkeiten hält.

3. Zur Erhaltung einer guten Verdauung sollte am besten nicht zu kalt gegessen werden. Das heisst nicht nur Rohkost, lieber auch mal etwas Gekochtes. Probieren Sie doch mal ein Obstkompott, einen Salat mit gekochtem Gemüse (aus Brokkolie, rote Rüben oder Karotten) oder eine Tomaten- oder Gurkensuppe. Durch den Kochvorgang wird die Thermik der Nahrungsmittel wärmer und die Verdauungsenergie wird geschont. Dazu ein schmeckt ein bisschen Joghurt oder Schmand. Das befeuchtet den erhitzten und dadurch trockenen Körper.

4. Ein wenig bittererer Geschmack unterstützt das Herz und die Verdauung. Besonders empfehlenswert ist daher Endiviensalat, Chicoree, Rucola, Löwenzahn, Artischoke oder Kräuter wie frischer Basilikum, Oregano, Rosmarin Thymian, Wermut, edelsüßes Paprikapulver und Kurkuma.
Aber zu viel bitter trocknet den Körper aus – das gilt zum Beispiel für zu viel Kaffee! Magenprobleme und trockene Schleimhäute sind die Folge.

5. Nicht geeignet sind Lebensmittel mit einer warmen bis heissen Thermik (viel Fleisch, viel Knoblauch, viel Bier), sowie erhitzende Zubereitungsformen (Rösten, Braten und Grillen).
Aber all das essen wir doch so besonders gerne an einem gemütlichen Grillabend! Ausnahmen sollten auch erlaubt sein. Vielleicht können Sie ja etwas gegrilltes Gemüse (wie Zucchini oder Kartoffeln), etwas Schafskäse oder einen gekochten Salat dazu essen. Dann haben Sie auch eine gesunde Mahlzeit!
Oft wird zum gegrillten Fleisch (sehr heiß) ein Tomaten-Mozarella Salat oder Tzatziki (sehr kalt) gereicht. Diese zwei Extreme kann der Körper nur mit großem Aufwand verdauen. Er benötigt nämlich viel Energie für das Kühlen und gleichzeitige Wärmen. Grundsätzlich empfiehlt die TCM eine „milzfreundliche“ Ernährung –also leicht kühl bis warm. Dadurch kann die Milz gut arbeiten und aus der Nahrung viel Qi und Blut bilden.

Die chinesische Ernährungslehre für ein langes Leben bei guter Gesundheit, wobei der Genuss und die Bekömmlichkeit immer im Vordergrund stehen.

Empfehlung für ein sommerliches Frühstück:

Reisbrei mit Erdbeeren
Zutaten: Vollkornreis, Erdbeeren, Datteln und Kerne (Sonnenblumen, Pinien, Walnuss)
Den Reis mit ganz wenig Salz eine Stunde lang kochen. Derweil die Erdbeeren klein schneiden und auf ein Teller geben. Ein paar Datteln in Stücke schneiden und mit etwas Wasser einweichen. Sobald der Reis fertig ist, die Datteln dazu mischen und den heissen Reis über die Erdbeeren geben. Dadurch wird das Obst leicht erwärmt bzw. gedünstet und wirkt nicht mehr ganz so kühlend und damit verträglicher für den Magen. Die Kerne obendrauf geben und nach Geschmack mit etwas Traubensaft, Reismilch, Jogurt oder Agavendicksaft aufpeppen.
Genauso können Sie anstatt dem Reis ein Haferflockenporrege oder Polenta zubereiten und ein anderes saisonales Obst auswählen.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Ihre Sandra Mörtl

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Milz-Qi - Eine gute Verdauung ist die Wurzel der Gesundheit (26. Mai 2017)

Wie schaut es mit Ihrer Ernährung und Verdauung aus?
Haben Sie vielleicht häufiger am Tag Stuhlgang und ist ihr Stuhl eher breiig? Essen Sie unregelmäßig und haben einen großen Drang nach Süßigkeiten. Bestehen ihre Mahlzeiten häufig aus Käsebrote, Milchmüsli, Nudeln und Rohkost oder lassen Sie gerne das Frühstück ausfallen und essen dafür spätabends noch eine große Portion?

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Aus Sichtweise der chinesischen Medizin deuten Verdauungsstörungen und falsches Essverhalten häufig auf eine geschwächte Milz hin. Die Milz ist für die Umwandlung von Nahrung in Qi (Lebensenergie) und Blut zuständig. Wenn die Milz nicht gut arbeitet, kommt es zu Symptomen eines „Milz-Qi-Mangels“ (siehe unten) und später auch eines „Blutmangels“ (siehe Artikel vom 04/17). Auch andere Funktionskreise, bevorzugt die Lunge, werden in Folge einer langanhaltenden „Milz-Qi-Leere“ geschwächt.

Milz-Qi-MangelWelche Symptome sind typisch dafür?

- Verdauungsstörungen (wie Durchfall oder auch Verstopfung, ungeformter Stuhl, Blähungen)
- Apetittlosigkeit
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z.B. Laktoseintoleranz)
- Müdigkeit (v.a. morgens und nach dem Essen), Erschöpfung und träges Verhalten
- Schwäche von Armen und Beinen 
- Süßhunger
- Blasser oder gelber Teint
- Cellulite, Krampfadern, Besenreißer
- Leise Stimme
- Infektanfälligkeit
- Hämorrhoiden oder Absinken von Organen/Geweben (Blase, Gebärmutter....)
- Neigung zu Blutungen (Menstruationszwischenblutungen, zu lange Periode, blaue Flecken etc.)
- Dumpfes Kopfweh
- Konzentrationsschwierigkeiten, Lernstörung
- Wasseransammlungen in Form von Übergewichtsproblemen
- Schleim als Auswurf, im Stuhl oder "in der Haut" (z.B. Akne)
- Häufiges Grübeln, sich Sorgen und „Denken im Kreis“
- Blasse und gedunsene Zunge, evtl. mit Zahneindrücken

Was sind die Ursachen für dieses Beschwerdebild? Und was können Sie selbst dagegen tun?

Die Hauptursache eines Milz-Qi-Mangels ist eine fehlerhafte Ernährung (kalte und kühlende Lebensmittel, zu viele Fruchtsäfte, unregelmäßiges Essen etc.), aber auch zu wenig oder zu nährstoffarmes Essen. Außerdem kann länger andauernde psychische Belastungen, vieles Lernen, Denken, Grübeln, sowie Überarbeitung, Schlafmangel und zu wenig Bewegung die Milz schwächen .
In vielen Fällen lässt sich die Verdauung – und dein Milz-Qi – schon alleine durch eine Umstellung deiner Ernährung stärken.

-> Hier 10 Tipps für eine „Milz-stärkende“ Ernährung:
1. Der wichtigste Punkt: Fangen Sie an, warm zu frühstücken!
2. Versuchen Sie, weniger Rohkost (Obst, Salat) zu essen und mehr gekochte Speisen!
3. Meiden Sie eiskalte Getränke!
4. Heben Sie sich schwere Mahlzeiten wie Schnitzel und Pommes, Schweinsbraten und Cremetorte für die Feiertage auf!
5. Essen Sie regelmäßig und lassen Sie keine Mahlzeiten ausfallen!
6. Achten Sie auf die „Bekömmlichkeit“ ihrer Speisen. Würzen Sie ihre Speisen mit verdauungsfördernden Gewürzen wie Kümmel, Zimt, Nelke, Kardamom, Majoran etc. Auch als Teezubereitung als Fenchel- Kümmel- Anis-Tee oder Ingwertee möglich.
7. Reduzieren Sie Milchprodukte, besonders Kuhmilch, Joghurt und Käse!
8. Essen und trinken Sie extrem saure Speisen und Getränke nur selten (z.B. Orangensaft, viel Essig im Salat)!

Meine Empfehlung an Sie:
Wenn Sie diese 8 Tipps für eine milzstärkende Ernährung befolgen, können Sie selbst viel zu ihrer Gesundheit beitragen. Stellen Sie am besten drei Wochen ihre Ernährung um und beobachten, wie es ihnen dabei geht. Bei einer langfristigen Ernährungsumstellung sollten strenge Verbote gemieden und auf die Einfachheit der Essenzubereitungen geachtet werden. Damit Sie sehen wie einfach das ist, werde ich demnächst ein paar „milzstärkende“ Rezepte vorstellen. Dabei behalte ich die 3 Regeln immer im Auge: EINFACHES und GESUNDES Kochen und GENUSS beim Essen!

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Ernährungstipps bei Blutmangel (9. Mai 2017)

Häufig liegt ein Blutmangel in Verbindung mit einem Milz-Qi-Mangel vor. Aus Sicht der chinesischen Medizin spielt die Milz nämlich bei der Verdauung und Umwandlung der Nahrung in Blut eine wichtige Rolle. Bei einer "schwachen Milz" sind Verdauungsstörungen (ungeformter Stuhl, Durchfall, Blähungen etc.) häufig. (Näheres zum Milz-Qi-Mangel finden Sie in meinen nächsten Artikeln)

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In diesem Fall sollte daher neben dem Blutaufbau auch auf eine "milzstärkende" Ernährung geachtet werden. 

Welche Nahrungsmittel sind besonders blutbildend?
Für den Blutaufbau empfiehlt sich der regelmäßige Verzehr von kleinen Mengen Fleisch (Huhn, Rind) sowie Wurzelgemüse wie Karotten und rote Rüben. Außerdem sind rote Beeren und dunkelgrüne Blattgemüse blutaufbauend. Trockenfrüchte wie Datteln, Feigen und Rosinen stützen ebenfalls das Blut, genauso wie Eier in kleinen Mengen, schwarzer Sesam, Linsen und Pinienkerne.

Welche Zubereitungsform sollte gewählt werden?
Zum Aufbau von Säfte dient vor allem die saftige Kochmethode, also Obst in Form von Kompotten, Suppen, Eintöpfe und die Verwendung von wasserhaltigen Gemüsen wie Tomaten, Gurken, Zucchini, Aubergine und Champignons.

Worauf sollte man lieber verzichten?
Vermeiden sollte man zu trockene Nahrungsmittel wie zu viel Brot, Knäckebrot und Knabbergebäck sowie eine Überbetonung des bitteren Geschmacks (Kaffee, grünen und schwarzer Tee, bittere Kräutertees, Rotwein) und warme und heiße Thermik (scharfe Gewürze, Alkohol, Lamm, Gegrilltes, Fast Food). Besonders ungünstig wirkt sich Rauchen aus (bitter und erhitzend).

Wie könnte deine Blutaufbau-Kur aussehen?
1. Trinken Sie 2 Wochen lang jeden Tag ein Achterl Rote-Rüben-Saft. (Falls Sie den nicht mögen, nehmen Sie roten Beerensaft.)
2. Bauen Sie blutbildende Lebensmittel in ihre Ernährung ein und achten Sie auf die oben genannten Empfehlungen.
3. Wenn ihre Milz schwach ist, beachten Sie zusätzlich die „Milz stärkenden“ Ernährungstipps.

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Sie fühlen sich ständig schlapp und müde? (Blutmangel) (9. April 2017)

Ihr Teint ist blass und Sie leiden unter trockener Haut, brüchigen und glanzlosen Fingernägeln oder Haarausfall? Dann liegt die Vermutung nahe, dass Sie unter Blutarmut leiden. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin gibt es folgende Anzeichen, die diese Diagnose untermauern.....

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Die Gesichtsfarbe ist blass oder fahl. Frauen haben eine schwache oder sogar ausbleibende Menstruationsblutung, bzw. ist der Zyklus verlängert. Ihre Augen sind eher trocken und Sie sehen nachts schlecht. Häufig treten Schlafstörungen (evtl. mit Alpträumen) auf und es besteht eine Neigung zur Verstopfung (oder auch Durchfall, wenn der Milz-Qi-Mangel überwiegt). Im Blutbild kann sich eine Anämie oder ein Eisenmangel zeigen. Der Puls ist dünn/schwach und die Zunge zeigt sich blass.

Aber warum kommt es überhaupt zu so einer Situation? Folgende Einflüsse können einen Blutmangel verursachen:

  • Nach langwierigen Krankheiten (fieberhafte Infekte, Tumorerkrankungen, etc.)
  • Minderwertige Ernährung (unregelmäßig, kein Fleisch oder andere blutbildende Lebensmittel, zu viel Rohkost, etc.)
  • Zu wenig Essen oder unregelmäßige Essenszeiten
  • Akuter oder chronischer Blutverlust (starke Menstruationsblutung, bei einer Geburt oder schwerer Verletzung, Nasenbluten, etc.)
  • Rauchen oder viel Kaffee
  • Zu wenig Schlaf
  • Dauerstress oder chronisch bestehende Angstzustände

Wie sieht die Therapie aus?
Nachdem die Ursache des Blutmangels ermittelt wurde, wird der geschwächte Funktionskreis (häufig Niere, Milz, Magen oder Leber) gestärkt und gleichzeitig das Blut aufgebaut. Dies geschieht über Akupunktur bestimmter Punkte, Verschreibung von blutbildenden Kräutermischungen oder Umstellung des Lebensstils (Ernährung, Schlaf, etc.).
Im nächsten Beitrag gebe ich entsprechende Empfehlungen für Nahrungsmittel, welche das Blut stärken.

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Brennesseltee - Genau das Richtige im Frühjahr! (14. März 2017)

Der Brennesseltee mit seinem bitteren Geschmack wirkt entgiftend und kühlend auf den Körper. Die Anwendung dieser Heilpflanze ist bei Symptomen der Blutarmut (wie ausbleibende Periode, Haarausfall, Frühjahrmüdigkeit, Schlafstörungen, Mangelnde Milchbildung etc.) empfohlen, da sie das (Leber)Blut stärkt.  

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Aus Sicht der TCM kann der Brennesseltee Leber-Qi-Stagnationen lösen und Feuchtigkeit im unteren Erwärmer und aus der Lunge vertreiben. Diese positiven Eigenschaften werden bei Beschwerden wie Blasenentzündung, Nierensteine, Gelbsucht, sowie bei Bronchitis oder Asthma mit Verschleimung genutzt. Auch bei vielen entzündlichen und rheumatischen Erkrankungen (Gicht, Akne, Hautkrankheiten, Ekzeme) wird der Tee eingesetzt, um die (toxische) Hitze zu kühlen und Blut zu reinigen
Die Samen der Brennessel werden vor allem zur Tonisierung des Qi und zur Stärkung der Nieren-Essenz verwendet, z.B. bei langer Krankheit, Burnout-Syndrom, Problemen der Blasenentleerung oder Altersbeschwerden.

Zubereitung vom Tee: 1 gut gehäufter Esslöffel getrocknete (vorzugsweise junge) Brennesselblätter in 1/4 Liter kochend heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Zubereitung von Samen mit Honig: Handvoll Samen zerstoßen, kurz anrösten und abkühlen lassen. Die Samen mit flüssigem Honig verrühren und 1-2 EL täglich einnehmen. Schmeckt auch als Brotaufstrich.

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Wissen Sie eigentlich, welch ein Wundermittel "heißes Wasser" ist? (11. März 2017)

Heißes Wasser steigert das Wohlbefinden und hat ausgleichende Wirkung. In der Traditionellen Chinesischen Medizin gilt es als gesündestes Getränk überhaupt! Warm getrunken wirkt es entgiftend auf den Körper, da ähnlich wie beim Wäschewaschen unerwünschte Stoffe im Körper besser gelöst und abtransportiert werden.

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Zudem wird der Stoffwechsel angeregt und das Körpergewicht reguliert. Kaltes Wasser (oder auch energetisch „kalte“ Ernährung) hingegen können die „Mitte“ schädigen, was die Energieumsetzung der Funktionskreise Magen und Milz negativ beeinflusst. Beschwerdebilder zeigen sich häufig im Bereich des Magen-Darm-Trakts (Durchfälle, ungeformte Stühle) und in Form von „Feuchtigkeits“-Ansammlungen (Ödeme, Übergewicht etc).
In der TCM wird heißes Wasser also auch genutzt, um Kälte aus dem Körper zu treiben. Umgekehrt kann es aber für manche Menschen schädlich sein, wenn Sie schon zu viel Hitze besitzen. Deshalb bedarf jede Therapie einer Anamnese und Diagnose.
So trinkst du Wasser richtig nach TCM:
Einen Liter Wasser zum Kochen bringen und in eine Thermoskanne füllen. Je nach Durst und Verlangen sollten Sie zwischen vier und acht Tassen täglich trinken. Jedoch sollte eine halbe Stunde vor und nach dem Essen kein heißes Wasser getrunken werden, da dies Verdauungssäfte verdünnen würde.

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Noch keine Geschenkidee für Weihnachten? (8. Dezember 2016)

Für alle Last-Minute-Geschenkekäufer habe ich bis Weihnachten eine tolle Aktion: Beim Kauf eines Gutscheins für eine Behandlung erhalten Sie einen Wertbonus von 20% auf den Gutscheinwert. Die Aktion ist gültig bis 23.12.2016.

Ich freue mich auf Ihren Anruf unter der 0152 - 25 88 76 49 oder Ihre E-Mail an info@akupunktur-moertl.de.

Ab dem 2. Januar 2017 praktiziere ich in der Praxis "Erbe am Kornhaus" in Kempten (1. Dezember 2016)

Ich freue mich auf meine Tätigkeit als Heilpraktikerin. Nur noch ein paar Wochen und ich kann Ihnen eine Behandlung im Rahmen der Traditionellen Chinesischen Medizin mit Akupunktur und ergänzenden Therapieverfahren anbieten. Wenn Sie Fragen rund um diese alternative Heilmethode haben, können Sie mich gerne kontaktieren.